Erfahrungen beim Nachrüsten des Tagfahrlichts mit R87-Modul

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Erfahrungen beim Nachrüsten des Tagfahrlichts mit R87-Modul

Beitragvon Herbert » 15. Mär 2014, 17:22

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Tagfahrlicht ist in Deutschland eine Empfehlung, aber noch keine Pflicht und ich glaube, auch so bald nicht zu erwarten, aber in vielen euröpäischen Ländern muss man tagsüber bereits mit Licht fahren. Aus diesem Grund wollte ich mein Wohnmobil mit energiesparenden Tagfahrlichtern nachrüsten.

Im Sommer 2013 fand ich im Internet die je 30 cm langen, 'superhellen', flexiblen und selbstklebenden SMD-LED Streifen. Diese würden sich einfach montieren und den Konturen des Fahrzeugs wunderbar anpassen lassen (siehe Foto oben).

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Leider waren die Leuchten nicht so hell wie erwartet (eher wie Begrenzungs- und nicht wie Tagfahrleuchten) und nach einem halben Jahr bereits stark verwittert. Deshalb habe ich schon nach so kurzer Zeit eine neue Beleuchtung gesucht.

Die neuen sind hell genug, fügen sich optomal in das Front-Design ein (siehe Foto oben) und waren - da klein und rund - fast so einfach einzubauen, wie die selbstkebenden Streifen.

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Große Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit dem Betrieb der Leuchten. Zunächst schien alles ordnungsgemäß zu funktionieren, aber bei laufendem Motor und eingeschaltetem Abblendlicht fingen die Tagfahrleuchten sporadisch an zu flackern. Das auf dem R87-Modul aufgeklebte Schaltbild (siehe oben) gab nicht genügend Informationen, weil für den Anschluss an das Standlicht 2 Drähte, ein schwarzer und ein weißer, zur Auswahl standen. Da der weiße keine Auswirkungen zeigte, wenn er an Plus, Minus oder gar nicht anlag, hatte ich diesen ignoriert.

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Nachdem auch ein vom Hersteller angefordertes Schaltbild nicht mehr Informationen lieferte, habe ich nach längerem hin und her probieren festgestellt, dass BEIDE Drähte an der Plus-Leitung zum Standlicht angeschlossen werden müssen (siehe Foto oben). Hier haben sie Massepotential bei ausgeschaltetem Licht und Pluspotential bei eingeschaltetem Licht. Alle anderen Varianten, bei denen einer der Drähte auf ein festes Potential gelegt wurde, funktionierten nicht vorschriftsmäßig!
Auch vom Gegner kommt häufig ein guter Rat.
(Aristophanes)

Freundliche Grüße

Herbert
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Re: Erfahrungen beim Nachrüsten des Tagfahrlichts mit R87-Mo

Beitragvon Herbert » 24. Mär 2014, 21:52

Letzte Woche habe ich das Tagfahrlicht um zusätzliche Rückleuchten erweitert. Der Hauptgrund hierfür waren die Bestimmungen in Norwegen, wonach die Beleuchtung nur an der Fahrzeugfront nicht zulässig ist. Wo wir nun gerade hier tausende von Kilometern unterwegs sein werden, wollte ich nicht auf das praktische (und energiesparende) Tagfahrlicht verzichten.

Verwirklicht habe ich das folgendermaßen: Beim Wohnmobil war jeweils eine große Kammer in der Mitte der Leuchte ungenutzt, es befand sich lediglich ein kleines Loch in der Mitte der Rückseite. dieses habe ich auf 18 mm aufgebohrt und eine 1,5 W SMD-LED Lampe mit G4-Sockel eingesetzt. Über einen kleinen Wechselschalter am Armaturenbrett (mit Aus-Stellung in der Mitte) habe ich über 2 Adern das Zündungs-Plus nach hinten an die Rückleuchten verlegt (eine vor und eine hinter den Ruhekontakt). Über den Ruhekontakt eines Microrelais, dessen Spule parallel zum Rücklicht geschaltet ist, werden die neuen Lampen mit Strom versorgt (zum Schutz der Lampen vor Überspannung noch über einen 12-V-Spannungsstabilisator).

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Durch den Schalter am Armaturenbrett habe ich 3 Möglichkeiten der Nutzung:
1. In Mittelstellung sind die zusätzlichen Rücklichter dauerhaft ausgeschaltet,
2. In der einen Endstellung werden die Rücklichter genau so geschaltet, wie das Tagfahrlicht vorne,
3. In der anderen Endstellung sind die Rücklichter bei eingeschalteter Zündung dauerhaft eingeschaltet.
Auch vom Gegner kommt häufig ein guter Rat.
(Aristophanes)

Freundliche Grüße

Herbert
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